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Unsere Referenten (Auszug)

Daniela A. Ben Said

Daniela A. Ben Said

Quid agis* GmbH Unternehmerin, Psychologin, Bestseller-Buchautorin

Was ist „Diversity“ und wie lässt es sich im Bereich der Verpflegung umsetzen?

„Diversity“ bedeutet Verschiedenartigkeit, Vielfalt, Vielgestaltigkeit der Mitglieder einer Gruppe, zum Beispiel der Belegschaft eines Unternehmens.

Statt die Unterschiede mit Begriffen wie „unbekannt“ oder „fremd“ zu betonen, zielt der Begriff „Diversity“ auf das Positive der Vielfalt.

In der Verpflegung haben wir viele unterschiedliche Kunden. Wenn wir in unserem Mitarbeiterstamm die Vielfalt unserer Kunden widerspiegeln, schaffen wir Vertrauen und erhöhen unsere Kulturkompetenz. Zudem kaufen wir lieber von Menschen, die uns ähnlich sind.

Welche drei wesentlichen Vorteile haben Unternehmen, die auf eine „bunte“ Mischung ihrer Mitarbeiter setzen?

Das Beispiel Fußballmannschaft zeigt, wie sinnlos Homogenität ist. Elf groß gewachsene, robuste, technisch wenig versierte Spieler? Eine gute Verteidigung, aber Tore werden nicht fallen. Erfolgreich sind der Club und der Trainer, die Spieler mit verschiedenen Fähigkeiten mischen und die Ressourcen jedes Einzelnen bestmöglich nutzen. Wenn das Unternehmen auf „bunte“ Teams setzt, hat es viele Vorteile. Neben Wissen, Sprachvielfalt und Kompetenz sind die wichtigsten

- vielfältigere Erfahrungen,
- ein Draht zu allen Zielgruppen,
- ein positives Image (Weltoffenheit).


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Stephan Jung

Stephan Jung

CEO InoventiQ Group UG

Wie muss sich ein Unternehmen aufstellen, damit es auf Megatrends und Innovationen richtig reagiert bzw. sich diese zunutze macht?

Für Innovation und Weiterentwicklung in Unternehmen gibt es keine Alternative, das Erkennen laut Studie bereits 84 % der Führungskräfte an. Tradition bewahren, Trends genau beobachten und eine echte Neugier für die Zukunft und die Kunden zu entwickeln sind dabei wichtige Pfeiler. Die 12 Megatrends, die wir laufend analysieren, haben konkrete Auswirkungen auf annähernd jede Branche, müssen aber smart übersetzt werden.

Das Wort „Kundenorientierung“ löst bei vielen nur ein gelangweiltes Schulterzucken aus, weil jeder behauptet, dass es ausreichend vorhanden sei. Dafür feiert man aber die „Customer Centricity“ als die neue Erfolgsformel. Nun, beides meint etwa das Gleiche. Unternehmen müssen sich aber so oder so anders aufstellen, denn mit einer langen Prozesskette, an deren Ende nur ein einziger Teil des Unternehmens in Kundenkontakt tritt, wird niemand mehr die Zukunft meistern. Der Kunde ist nicht mehr irgendein Endziel ganz hinten beim Vertrieb, sondern der absolute Dreh- und Angelpunkt allen Handelns in jeder Abteilung.


Wie kann man eine "Frischzellenkultur" im Unternehmen implementieren?

Es klingt fast banal, wenn wir immer wieder mit der Positionsanalyse beginnen, aber jedes GPS wird uns nur zu einem Ziel führen, wenn wir unsere aktuelle Position kennen. Danach gilt es, den Markt und den Wettbewerb anzusehen und zu entscheiden, in welchem Bereich man der Beste ist bzw. werden kann. Vielfalt ist oftmals hinderlich, Konzentration ist deutlich erfolgversprechender. Sobald das Ziel identifiziert ist, gilt es, zügig zu beginnen. Wir Deutschen neigen ja leider dazu, die siebte Variante der 10-Jahresplanung zu diskutieren und noch ein paar Businesspläne zu erstellen, während andere bereits die Welt erobern. Dabei fällt mir immer der Spruch ein, den Mark Zuckerberg in seinem Büro hängen hat: „Done is better than perfect.“

Eine „Frischzellenkur“ im Unternehmen implementiert man deshalb durch einen Chief Innovation Officer, der mit Kompetenzen, Ressourcen und Budgets direkt bei der Geschäftsleitung angesiedelt ist. Im Idealfall sollten alle im Unternehmen den Spirit spüren und von Betroffenen zu Beteiligten werden, denn in jedem Unternehmen schlummern große Ressourcen an unentdeckten Ideen.


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Dr. Christoph Thome

Dr. Christoph Thome

Genuss & Harmonie Holding GmbH („Die Frischemacher“) Geschäftsleiter Unternehmensentwicklung

Was ist das Rezept für Ihren Erfolg?

„Ein guter Anfang braucht Begeisterung, ein gutes Ende Disziplin (H.-J. Quadbeck-Seeger)“!

Erfolg ist ein Stück weit plan- und greifbar, ähnlich wie ein gutes Gericht. Für Exzellenz sind jedoch neben einem Rezept ebenso Individualität und Kreativität notwendig. Dies muss täglich ermutigt bzw. zugelassen werden, ohne prozessuales Korsett. Ein Erfolgsfaktor ist, neben konsequenter Qualitätsorientierung auch unkonventionell, jedoch stets gast- sowie mitarbeiterorientiert zu handeln – stets mit dem Bewusstsein, dass alle 1.100 Mitarbeiter ihren Beitrag zum Erfolg von Genuss & Harmonie leisten.

 

Wie halten Sie die Inspirationskraft im Unternehmen wach?

Führung und Wertschätzung!

Sie benötigen eine Handvoll „Spiky Leader“ im Unternehmen: leidenschaftliche Macher mit Charisma, die authentisch sind und kulinarisch kreativ sein dürfen sowie die qualitätsorientierte Unternehmensphilosophie zu 100 % vertreten und andere damit anstecken. Unter anderem bestimmen verantwortungsvolles bzw. selbstbestimmtes Arbeiten, offene Türen und schnelle Entscheidungen die Unternehmenskultur. Gefördert wird es, Wissen zu teilen und keine „Politik“ zu betreiben.


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Susanne Schölzel

Susanne Schölzel

Director Client Services Germany und COO Corporate Services Deutsche Bank AG

Nennen Sie Ihre drei Wünsche für eine perfekte Kantine.

1. Ein Ort, der stets belebt ist und durch intelligente Gestaltung zum kommunikativen Mittelpunkt wird; die „Kantine“ erweitert ihre Nutzung vom Ort der reinen

Nahrungsaufnahme zu einem offenen Multifunktionsbereich. Kombiniert mit peppigen Angeboten, führt dies zu einer höheren Frequenz durch die Mitarbeiter und trägt zu einer optimierten Wirtschaftlichkeit bei.

2. Gut gelaunte Gäste, die die Zeit für angeregte Gespräche nutzen, dem „Lebensmittel“ die richtige Bedeutung zuerkennen und Qualität von Quantität zu unterscheiden wissen;

3. Kreative Caterer, die die gastronomischen Trends „von der Straße“ in die Betriebsgastronomie bringen; 

Welche Bedeutung hat die Betriebsgastronomie in Ihrem Unternehmen?

Unter anderem durch die Einführung neuer Konzepte und guter Resonanz hat sich auch die Aufmerksamkeit deutlich gesteigert. Durch die Innenarchitektur, das Angebot und die Preisgestaltung soll auch die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander gefördert werden.

Die Betriebsgastronomie soll mehr die Funktion einer „Piazza“ übernehmen, wo sich die Mitarbeiter gern treffen und sich über gemeinsame Projekte oder berufliche Themen unterhalten. Statt der Kommunikation über E-Mails können hier kollegiale Netzwerke gebildet und Gebäudeflächen ökonomischer genutzt werden.

Der Speiseplan im Intranet verzeichnet mit die meisten Klicks – in der Qualität der Betriebsgastronomie spiegelt sich die Kultur des Unternehmens und die Wertschätzung für seine Mitarbeiter wider.


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Alexander Pröbstl

Alexander Pröbstl

Vorstand für Pflege und Patientenservice (Universitätsklinikum Bonn), Geschäftsführer Servicegesellschaften UKB

Wie hat sich der Anspruch Ihrer Patienten und Gäste verändert?

Je nach Gesundheitszustand des Patienten nimmt dieser seine Umgebung wahr und beobachtet und kommentiert die Qualität der Speisen, beurteilt das Servicepersonal

und die Unterhaltungsangebote. Alles wird nach individuellen und bekannten Maßstäben gemessen. Da sich der Lifestyle-Standard in den letzten Jahren bundesweit rapide verbessert hat (Discounter führen zum Teil Luxusmarken, digitale TV-Entertainmentangebote sind in den meisten Haushalten zu finden etc.), sind auch die Erwartungen an entsprechende Nebenangebote im Krankenhaus gestiegen und motivieren uns kontinuierlich, diese Herausforderungen zu meistern und auch mal neue Wege zu gehen.

Welche Möglichkeiten eröffnen sich für Sie durch die Eigenregie?

Die krankenhausrelevanten Nebenleistungen in Eigenregie zu erbringen, eröffnet die Möglichkeit, ohne lange Vertragsbindungen oder bilaterale Abstimmungen ad hoc neue Wege einzuschlagen und auch diverse Serviceoptionen auszuprobieren. Minimale Abstimmungs- und Koordinationszeiten beschleunigen Entwicklungs- und Implementierungsphasen deutlich. Zudem verbleibt das generierte Know-how dauerhaft im Unternehmen.

 


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Prof. Dr. Peter Borges

Prof. Dr. Peter Borges

Geschäftsführer aktiva – Beratung im Gesundheitswesen

Wie muss sich mein Angebot verändern, damit ich die Wahlleistungserlöse optimieren kann?

Grundsätzlich gilt: Je mehr Elemente aus der gemeinsamen Empfehlung (zwischen DKG und PKV-Verband) in ein Gesamtkonzept integriert werden, desto höher fallen die Entgelte aus. Dabei muss nicht immer auf bauliche Elemente zurückgegriffen werden. Aus der Praxis wissen wir, dass insbesondere die Bereiche Verpflegung und Service den größten Einfluss auf die Patientenzufriedenheit und damit auch auf die Entgelte haben. Ein Grundpaket sollte daher in jedem Fall qualitativ hochwertige Verpflegungs- und Servicemerkmale aufweisen. Wichtig sind ein Gesamtkonzept und ein Umsetzungsplan. Einzelne Elemente allein, z.B. ein Wahlmenü mehr, bringen kaum Erfolg.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Wahl- und Regelpatienten so wichtig?

Die Versicherungsleistung „Wahlleistung Unterkunft“ umfasst neben dem Angebot eines einfachen Ein- oder Zweibettzimmers (Basispreis) auch den zusätzlichen Komfort für Privatpatienten in diesen Zimmern (Komfortpreis). Es handelt sich dabei um Zusatzleistungen, die außerhalb der normalen Krankenhausfinanzierung additiv von den privaten Krankenkassen bezahlt werden. Aus diesem Grund wird bei der Bemessung der Entgelte nur das Delta zwischen Wahl- und Regelleistung berücksichtigt. Je größer der Unterschied zur Regelleistung ist, desto höher fallen die Entgelte aus.


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